... wenn der Medienkonsum überhand nimmt


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Dass Kinder und Jugendliche von Medien fasziniert sind, kann jeder beobachten, der ihnen zusieht oder ihnen zuhört. Eine lustige Fernsehserie, ein spannendes Computerspiel, neue Informationen im Internet - schon sind Zeit und Pflichten vergessen. Und die angenehmen Medienerlebnisse wollen sie sich natürlich so oft wie möglich verschaffen.
Konzentrationsmangel und Leistungsschwäche, Bewegungsarmut und Übergewicht, Verlust von Phantasie und Kreativität, ja sogar soziale Isolation - das alles wird befürchtet, wenn Kinder und Jugendliche den Medien allzu sehr zugetan sind.
Folgen von übermäßigem Medienkonsum wie diese sind nicht völlig von der Hand zu weisen. Allerdings handelt es sich nicht um einfache Wenn-Dann-Zusammenhänge. Wenn etwa schlechte Schulnoten und übermäßiger Fernsehkonsum zu beobachten sind, heißt das nicht, dass das Fernsehen für die Schulschwäche verantwortlich ist. Mediennutzung erfolgt im Lebenskontext und hängt mit diesem zusammen. Übermäßiger Medienkonsum kann bereits Folge von realen Schwierigkeiten sein, z.B. von Belastungen in Familie oder Schule, von Angst und Überforderung, von Versagensängsten usw.