Alter in Jahren

kognitive Fähigkeiten

sozial-moralische Fähigkeiten

medienbezogene Fähigkeiten

audio- und audiovisuelle Medien

computerbasierte Medien

bis 2

Die Koordination von Wahrnehmung und Bewegung nimmt zu und die unmittelbare physische Umgebung wird erkundet. Das Sprachverständnis ist noch begrenzt.

Das eigene Ich wird zunehmend als getrennt von der Umwelt wahrgenommen. Die Bindung an die Bezugspersonen wird aufgebaut.

Die Aufmerksamkeit wird nur für kurze und einfache Sequenzen geringen Tempos aufrechterhalten. Wiedererkennen spielt eine wichtige Rolle.

Computerbasierte Medien spielen noch keine Rolle, sie überfordern.

3 bis 6

Denken ist an den unmittelbaren Augenschein gebunden. Es findet eine Zentrierung auf einzelne Aspekte statt.

Beziehungen werden egozentrisch betrachtet.

Ausschnitte und Figuren werden wahrgenommen, wenn ein Bezug zum eigenen Ich entdeckt wird. Einfache Episoden werden verstanden.

Einfache symbolbasierte Lernspiele sind möglich und ab ca. 5, 6 Jahren auch einfache Geschicklichkeitsspiele mit zweidimensionaler Grafik, z.B. auf dem Gameboy.

6 bis 10

An konkreten Beispielen werden verschiedene Aspekte gedanklich verbunden und Handlungsfolgen abgeschätzt.

Situationsbezogen wird zunächst die Sichtweise eines direkten Gegenübers nachvollzogen. Allmählich gelingt es, sich selbst aus der Warte des Gegenübers zu beurteilen. Spielregeln werden als gegeben akzeptiert.

Inhalte und Figuren mit Bezug zur eigenen Lebenswelt werden in größeren Handlungskontexten verortet, zunächst in Episoden, dann in Geschichten. Sendungen werden zunehmend differenziert betrachtet.

Computerspiele, die Konzentration, Geschicklichkeit, Regelverstehen und taktisches Vorgehen verlangen, werden zunehmend bewältigt.

Symbol- und zunehmend auch textbasierte Computeranwendungen können selbständig genutzt werden. Der Umgang mit dreidimensionaler Grafik ist möglich. Die Struktur des Internets wird noch nicht durchschaut.

10 bis 13

Abstrakte Zusammenhänge werden begriffen und können verallgemeinert werden.

Verschiedene Sichtweisen von mehreren Menschen werden realisiert und können gleichzeitig koordiniert werden. Beziehungen können auch distanziert beobachtet werden. Regeln werden als Ergebnisse sozialer Vereinbarung verstanden.

Rezeption ist gebunden an Entwicklungsaufgaben und eigene Interessen, die über die unmittelbare Lebenswelt hinausreichen. Die formalen Dimensionen des Medienverständnisses werden ausgeformt.

Erweiterte kognitive Fähigkeiten ermöglichen die Bewältigung von Denksport- und Strategiespielen und den zunehmenden Einsatz des Computers für inhaltliche Aufgaben.

Lese- und Schreibfertigkeiten sowie Orientierungsfähigkeit in Hypertextstrukturen machen das Internet für Unterhaltungs- und Informationszwecke selbständig nutzbar.

ab 14

Die formalen kognitiven Fähigkeiten gleichen denen Erwachsener. Erfahrungen mit verschiedenartigen Problemstellungen sind noch begrenzt.

Soziale Beziehungen werden losgelöst von konkreten Personen verstanden, indem Regeln, Werte und Normen mit in Betracht gezogen werden.

Das formale, dramaturgische und inhaltliche Medienverständnis gleicht sich dem Erwachsener an.

Je nach Intensität und Qualität der Nutzung sind computerbezogene Kenntnisse und Fähigkeiten nicht selten ausgeprägter als bei Erwachsenen.